Die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) feiert Ihr 40-jähriges Bestehen

40 Jahre aktiv für den Frieden – Grußwort des EKD Ratsvorsitzenden für die AGDF
Pressemitteilung der AGDF vom 09.09.2008

40 Jahre aktiv für den Frieden – Grußwort des EKD Ratsvorsitzenden für die AGDF
Pressemitteilung der AGDF vom 09.09.2008
Mit einem Festgottesdienst feiert die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) am 28. September ihr 40-jähriges Bestehen. Die Predigt hält Landessuperintendent i.R. Gerrit Noltensmeier, Mitglied des Rates der EKD. Für den anschließenden Empfang hat u.a. der Ratsvorsitzende Bischof Wolfgang Huber ein Grußwort zugesagt. Der neue Friedensbeauftragte des Rates der EKD wird das von der AGDF herausgegebene Buch ‚Gewaltfrei streiten für einen gerechten Frieden‘ der Öffentlichkeit vorstellen.
Die Gründer wollten 1968 mit der AGDF die Anliegen der Initiativen, die für einen Friedensdienst ohne Waffen eintreten, bündeln und stärker in Kirche, Politik und Gesellschaft kommunizieren. Die Zahl der Mitgliedsorganisationen wuchs von anfangs sieben auf mittlerweile 35, seit 1972 verfügt der Dachverband über eine kleine Geschäftsstelle, die seit 1981 in Bonn angesiedelt ist. Die AGDF gab wichtige Impulse u.a. für den Ausbau internationaler Freiwilligendienste, die sich im Europäischen Freiwilligendienst und im Förderprogramm ‚weltwärts‘ für den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst niedergeschlagen haben. Sie war Träger der ersten Großdemonstration gegen die atomare Aufrüstung am 10.10.1981 in Bonn und engagiert sich zugleich für den Ausbau gewaltfreier Konflikttransformation. So gehört sie zu den Initiatoren des Instrumentes ‚Ziviler Friedensdienst‘, mit dem das BMZ den Einsatz von Friedensfachkräften in Krisenregionen fördert. Die AGDF ist einer der Träger der jährlichen Ökumenischen FriedensDekade und fördert durch Modellprojekte die lokale Friedensarbeit in Deutschland.
Wesentliche Aufgaben der AGDF sind heute Interessenvertretung und Lobbyarbeit, Vernetzung und Stärkung ihrer Mitglieder sowie Beobachtung, Analyse und Kommentierung friedenspolitischer Tendenzen. Durch das von der EKD geförderte Modellprojekt ‚Vorrang für Gewaltfreiheit‘ sollen die bereits vorhandenen Möglichkeiten gewaltfreier Konflikttransformation im Ausland dargestellt und Kirche und Politik ermutigt werden, sich für ihren Ausbau einzusetzen. Der neue Friedensbeauftragte der EKD, Renke Brahms wird am 28. September das im Rahmen des Projektes entstandene und von PublikForum verlegte Buch ‚Gewaltfrei streiten für einen gerechten Frieden‘ vorstellen.
Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier steht der Festgottesdienst am 28. September um 10 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche, Berlin-Kreuzberg. Beim anschließenden Empfang wird zunächst Renke Brahms, Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche das o.g. Buch vorstellen, später folgt das Grußwort des Ratsvorsitzenden. Bereits am 27. September lädt die AGDF Freunde und Interessierte zu einem Abend mit Musik, Rück- und Ausblicken ein. Jörg Calließ wird Hildegard Zumach, Antje Heider-Rottwilm, Reinhard Höppner und Volkmar Deile interviewen.
Anstelle einer Festschrift hat die AGDF gemeinsam mit ihren Mitgliedern einen Kalender für das Jahr 2009 erstellt, in dem Menschen vorgestellt werden, die konkrete Friedensarbeit leisten. Sie vermitteln ein lebendiges Bild für das vielfältige Engagement für Frieden und Gerechtigkeit. Der Kalender enthält friedensrelevante Termine ebenso wie für Mitglieder der AGDF wichtige Termine und kann für nur 1 Euro in der Geschäftsstelle der AGDF bestellt werden.