Antwort des Frauensicherheitsrats auf den Bericht der Bundesregierung zur Resolution 1325

Ende Oktober jährt sich die Verabschiedung der vielfach ‚historisch‘ genannten Resolution 1325 im UN-Sicherheitsrat. In dieser Resolution wird die angemessene Beteiligung von Frauen auf allen Ebenen von nationalen und internationalen Friedensprozessen sowie von UN-Friedensmisssionen gefordert. Am 28. Oktober wird der UN-Sicherheitsrat hierzu eine Sondersitzung abhalten, auf der UN-Generalsekretär Kofi Annan einen umfassenden Bericht über die bisherige (Nicht-)Umsetzung der Resolution vorstellen wird. Der Generalsekretär hat hierfür Reports aus allen UN-Mitgliedsländern angefordert. Den vergleichsweise ausführlichen Bericht der Bundesregierung zur UN-Resolution 1325 finden Sie unter www.auswaertiges-amt.de/www/de/infoservice/download/pdf/vn/1325-bericht-DE.pdf.
Der deutsche Frauensicherheitsrat hat zum Bericht der Bundesregierung einen ‚Schattenbericht‘ erarbeitet, in dem die Aktivitäten der Bundesregierung kritisch gewürdigt und Empfehlungen zu beschleunigten Umsetzung von Resolution 1325 gegeben werden, zum Beispiel die Einrichtung einer Monitoring-Stelle innerhalb des UN-Systems, das die Umsetzung von Resolution 1325 unter Hinzuziehung von RepräsentantInnen der Zivilgesellschaft überwacht, und die Entsendung von UN-BeobachterInnen in Nachkriegsregionen, die mindestens zu 40% aus Frauen bestehen.