Was bedeutet die sef: Gründungsvision einer Welt ohne Hunger und Zerstörung heute?

Am 10. September 1986, im Internationalen Jahr des Friedens, gründete ein Kreis engagierter Politiker, Wissenschaftler und Publizisten die Stiftung Entwicklung und Frieden (sef:).  Ihr Ziel war es, ein unabhängiges und überparteiliches Forum aufzubauen, um über globale Zusammenhänge zu diskutieren. Es sollte auch dazu beitragen, wirksames politisches Handeln zu organisieren, das den Tatsachen der Einen Welt Rechnung trägt. Der Gründungsvorstand formulierte seine Vision, die für die sef: bis heute unvermindert Gültigkeit hat, folgendermaßen:

„Uns eint die Vision einer Welt ohne Grenzen und Vorurteile, ohne Hunger und Angst vor Zerstörung. Wir sind uns bewusst, dass diese Vision weder heute noch morgen verwirklicht werden kann. Aber wir wollen uns dafür einsetzen, schrittweise jenem Ziel näher zu kommen. Die Zukunft der Menschheit hängt davon ab, ob wir uns als Weltbürger begreifen und in globaler Verantwortung handeln.“

30 Jahre nach ihrer Gründung hat die sef: international renommierte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Kirche gefragt, was ihnen diese Vision heute bedeutet. Herausgekommen ist ein Mosaik an nachdenklichen, skeptischen, aber auch vorsichtig-optimistischen Statements von Menschen, die globale Entwicklungen in unterschiedlicher Weise mitprägen. So schreibt Außenminister Frank-Walter Steinmeier: „Die Krise ist vom Ausnahmefall zur Regel geworden. (…) Das Ringen um eine gerechte, friedliche und belastbare internationale Ordnung ist deshalb ureigenes Interesse deutscher Außenpolitik.“

    Dieses sowie über 30 weitere Statements gibt es hier zu lesen.