Bilder des Orients – ‚Silent Waters‘ und ‚Puppen aus Ton‘

Die beiden Filme, die bilderreich die orientalisch-arabische Kultur beschreiben und sich kritisch mit der Rolle der Frau auseinandersetzen, werden am 2. September in deutschen Kinos gezeigt. Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) hat über seine Fachstelle EZEF die Filme und den Dreh vor Ort gefördert.

Die beiden Filme, die bilderreich die orientalisch-arabische Kultur beschreiben und sich kritisch mit der Rolle der Frau auseinandersetzen, werden am 2. September in deutschen Kinos gezeigt. Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) hat über seine Fachstelle EZEF die Filme und den Dreh vor Ort gefördert.
Beide Filme wurden für den Monat September von der Evangelischen Filmarbeit als „Film des Monats“ ausgezeichnet. Die pakistanische Filmemacherin Sabiha Sumar begleitet in ihrem Debütfilm ‚Silent Waters‘ das Schicksal einer Frau in den 40er Jahren, die zur Zeit der Aufsplittung des indischen Subkontinents in die Länder Indien und Pakistan ihre Herkunft verbergen muss. Die Geschichte endet in der heutigen Zeit, wo sie zwischen den Fronten religiös überhöhter Konflikte zerrieben wird. Die Evangelische Filmarbeit bezeichnet den Film als eine eindringliche Anklage gegen religiöse Intoleranz. Der tunesische Filmemacher Nouri Bouzid folgt in seinem Film ‚Puppen aus Ton‘ einem Mann namens Omrane, der sein Auskommen als Vermittler von Hausmädchen an wohlhabende Städter verdient. Der Film greift Tabus der arabischen Gesellschaft, wie sexueller Missbrauch und Ausgrenzung, auf. Bouzid, der für sein politisches Engagement im Gefängnis saß, gehört mit zur Generation, die sich für Reformen in den arabischen Gesellschaften einsetzt.