Bundespräsident Köhler übernimmt die Schirmherrschaft

Die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) hat einen neuen Schirmherrn. Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler teilte der Stiftung mit, dass er gerne bereit sei, die Schirmherrschaft über die Stiftung zu übernehmen. Die Zielsetzung der DSF, die Bedingungen des Friedens durch die Unterstützung wissenschaftlicher Vorhaben zu erforschen, verdiene „jede sinnvolle Förderung“. Der Vorsitzende der Stiftung, Prof. Dr. Volker Rittberger, zeigte sich hoch erfreut über die Nachricht aus dem Bundespräsidialamt. Er wertete die Übernahme der Schirmherrschaft durch den Bundespräsidenten als ein sichtbares Zeichen, dass Deutschland seine friedenspolitische Verantwortung ernst nehme. 60 Jahre nach Kriegsende stehe die deutsche und europäische Friedenspolitik vor großen Herausforderungen. Die Stiftung leiste mit ihren Förderprogrammen einen wichtigen Beitrag, um die wissenschaftliche Expertise in diesem Themenfeld sowie die Strukturen der Friedens- und Konfliktforschung in Deutschland nachhaltig zu stärken. Bundespräsident Horst Köhler folgt als Schirmherr seinem Vorgänger Johannes Rau nach, der diese Aufgabe seit der Konstituierung der Stiftung im Jahr 2001 bis zum Ende seiner Amtszeit übernommen hatte. Die in Osnabrück ansässige Deutsche Stiftung Friedensforschung fördert wissenschaftliche Forschungsvorhaben sowie Maßnahmen zur Struktur- und Nachwuchsförderung im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung. Seit Aufnahme ihrer Tätigkeit im August 2001 stellte die Stiftung Fördermittel in einer Gesamthöhe von 8,65 Millionen Euro zur Verfügung. Hierzu zählen neben mehr als 30 größeren Forschungsvorhaben und über 50 kleineren Projekten auch die Förderung von thematisch einschlägigen Masterstudiengängen an der Universitäten Hagen, Hamburg, Marburg und Tübingen sowie die Einrichtung der Carl Friedrich von Weizsäcker-Stiftungsprofessur für Naturwissenschaft und Friedensforschung an der Universität Hamburg (Auszug aus der Pressemitteilung).