CfP für die Jahrestagung 2008 zum Thema ‚Demokratische Regression‘

Call for Papers zur Jahrestagung 2008 des AK ‚Demokratieforschung‘ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW)
In Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA) & Institut für Politikwissenschaft, Universität Hamburg.
Thema: ‚Demokratische Regression: Qualitätsverlust, Hybridisierung und Zusammenbruch von Demokratien‘
Ort: Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA), Hamburg
Termin: 16.-18. Oktober 2008


Call for Papers zur Jahrestagung 2008 des AK ‚Demokratieforschung‘ der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW)
In Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA) & Institut für Politikwissenschaft, Universität Hamburg.
Thema: ‚Demokratische Regression: Qualitätsverlust, Hybridisierung und Zusammenbruch von Demokratien‘
Ort: Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien (GIGA), Hamburg
Termin: 16.-18. Oktober 2008

Die AK-Tagung 2008 will sich mit ‚Transitions from Democracy‘ sowie mit ‚Dequalification (quality downslide) of Democracies‘ befassen. Dabei stellt der Zusammenbruch von Demokratien, also der Regimewechsel von der Demokratie zum Autoritarismus, gegenwärtig eher einen seltenen Fall dar. So hat etwa Freedom House zufolge die Gesamtzahl der elektoralen Demokratien seit Mitte der 1990er Jahre noch leicht zugenommen, auch wenn dieser allgemeine Trend autoritäre Verschiebungen in einzelnen Ländern verdeckt. Sehr viel häufiger sind ‚Entdemokratisierungsprozesse‘ zu beobachten, die zum einen Qualitätsverluste bei der Demokratie und zum anderen Hybridisierungsprozesse in den Graubereich zwischen Demokratie und Autoritarismus beinhalten.
Inhaltlich wird sich die Tagung mit der gesamten thematischen Breite des Qualitätsverlustes bis zum Zusammenbruch von Demokratien befassen. Dabei sind die Fragen nicht nur auf die Transitionen der so genannten Dritten Welle beschränkt, Gegenstand sollen auch mögliche demokratische Qualitätsverluste in etablierten Demokratien sein, etwa in Italien unter der Berlusconi oder in den USA unter der Bush-Regierung. Dies impliziert Fragen nach den Ursachen der Qualitätsverluste, ihrer Dauerhaftigkeit und der Reversibilität. Zugleich ist damit eine mögliche transitorische Sequenz in den Blick genommen, vom Qualitätsverlust, über Hybridisierung oder demokratische Defekte bis hin zum Zusammenbruch – eine Sequenz, die aber keinesfalls als zwangsläufige oder gar teleologische Abfolge verschiedener Phasen zu sehen ist. Dem schließen sich wiederum Fragen an, ob Qualitätsverluste in konsolidierten Demokratien die gleichen Konsequenzen wie in jungen Demokratien haben – oder ob dies nicht nur analytisch zwei zu trennende Probleme sind.
Erbeten werden Vortragsvorschläge zu theoretischen und konzeptionellen Fragen, die Qualitätsverlust, Hybridisierung und Zusammenbruch demokratischer Systeme thematisieren, etwa zur Rolle und Verhältnis von Akteuren und Strukturen, Bedeutung von Teilregimen, Entwicklungspfaden und Selbstverstärkungsmechanismen etc. Ferner erhoffen wir uns empirisch fundierte Beiträge zu/aus verschiedenen Weltregionen – Afrika, Amerika, Asien und Europa – und damit auch zu alten und jungen Demokratien. Von besonderem Interesse sind vor allem intraregionale und interregionale Vergleichstudien. Sicherlich wird sich die Frage nach dem angemessenen Maßstab, anhand dessen die Qualitätsverluste von Demokratien und die Regimewechsel diagnostiziert werden können, als roter Faden durch die Beiträge und die Diskussionen ziehen.
Für die Publikation der Beiträge wird die Möglichkeit, ein thematisches Sonderheft der ‚Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft‘ (ZfVP) zusammenzustellen, geprüft. Die Auswahl der Beiträge erfolgt im Peer Review Verfahren.
Der AK wird sich um die Finanzierung der Reisekosten und Übernachtungen für die ReferentInnen bemühen. Eine verbindliche Finanzierungszusage kann allerdings an dieser Stelle noch nicht gegeben werden.
Vorschläge/Abstracts von ca. einer Din-A-4-Seite zu Vortragspapieren bitte bis 15. April 2008 beim AK ‚Demokratieforschung‘ einreichen: Gero Erdmann, giga-office@swp-berlin.de & Marianne Kneuer mkneuer@t-online.de. Die SprecherInnen des AK: Gero Erdmann, Marianne Kneuer, Hans-Joachim Lauth, Gert Pickel