CfP für eine Tagung zum Thema ‚Gerechter Krieg – Gerechter Frieden‘

Call for Papers zur Tagung:
Gerechter Krieg – Gerechter Frieden.
Religion in aktuellen militärischen Konflikten

Ort: Katholische Akademie Berlin
Termin: 27.-29. Juni 2008

Seit dem Ende des Kalten Krieges und der Ost-West-Konfrontation ist
eine zunehmende Ablösung zwischenstaatlicher Kriege durch
innerstaatliche ethnische Konflikte sowie einen global auftretenden
nichtstaatlichen Terrorismus erkennbar. Auf diese so genannten neuen
Kriege wird mit militärischen Interventionen reagiert, die verstärkt
im Namen der Menschenrechte wie beispielsweise im Kosovo oder aber

Call for Papers zur Tagung:
Gerechter Krieg – Gerechter Frieden.
Religion in aktuellen militärischen Konflikten

Ort: Katholische Akademie Berlin
Termin: 27.-29. Juni 2008

Seit dem Ende des Kalten Krieges und der Ost-West-Konfrontation ist
eine zunehmende Ablösung zwischenstaatlicher Kriege durch
innerstaatliche ethnische Konflikte sowie einen global auftretenden
nichtstaatlichen Terrorismus erkennbar. Auf diese so genannten neuen
Kriege wird mit militärischen Interventionen reagiert, die verstärkt
im Namen der Menschenrechte wie beispielsweise im Kosovo oder aber
präemptiv im Sinne eines \’war on terror\‘ geführt werden.
Diese sicherheitspolitischen Entwicklungen stellen auch die
Friedensethik und die ethische Legitimierung militärischer Gewalt vor
neue Herausforderungen. Zum einen scheinen neue Konzepte
erforderlich, gleichzeitig gerät aber auch die Frage nach der
Aktualität der Lehre vom gerechten Krieg in den Fokus der Betrachtung.
Vor diesem Hintergrund sollen auf der Tagung folgende Aspekte
verhandelt werden:
1. Der erste Teil der Tagung ist der ideengeschichtlichen Genese
der bellum-iustum-Lehre gewidmet. Hierbei sollten die
Entwicklungsetappen in ihrem historischen Kontext herausgearbeitet
und vor dem Hintergrund der jeweilig existierenden Staat-Kirche-
Verhältnisse kontrastiert werden.
2. Der zweite Tagungsblock soll aus theoretischer Perspektive die
aktuellen Herausforderungen der bellum-iustum-Lehre thematisieren.
Das betrifft zum einen die Aktualität und Interpretation der
Kriterien vom gerechten Krieg. Zum anderen umfasst dies aber auch
eine generelle Betrachtung des Verhältnisses von Moral und Recht.
3. Die Beiträge im dritten Panel sollten stärker empirisch
orientiert sein und die gegenwärtigen Positionen der christlichen
Kirchen zur militärischen Gewalt analysieren. Hierbei ist sowohl ein
konfessioneller als auch ein internationaler Vergleich anzustreben.
In diesem Kontext werden insbesondere auch die beiden Konzepte
\’Gerechter Krieg\‘ und \’Gerechter Frieden\‘ wie die Frage eines
möglichen Paradigmenwechsels im Fokus des Interesses stehen.
4. Im abschließenden Tagungsblock soll die Perspektive erweitert
und die Frage der ethischen Legitimierung militärischer Gewalt in
anderen Religionen wie beispielsweise im Islam, im Buddhismus oder im
Hinduismus betrachtet und diskutiert werden.

Die einzelnen Panels dieser Tagung stehen dabei unter der gemeinsamen
und zentralen – bereits auf Augustinus zurückgehenden – Leitfrage:
Darf man im Namen des Guten Krieg führen? Von der Beantwortung
dieser Frage wird wesentlich das Verhältnis der Religionen zu den
militärischen Konflikten der Gegenwart bestimmt werden.

Die Veranstalter bitten interessierte Kolleginnen und Kollegen um die Zusendung von Vortragsvorschlägen mit einem 1-2-seitigen Abstract bis zum 15.
Januar 2008. Sie freuen sich auf Ihr Interesse und hoffen wieder auf
eine rege Teilnahme.

Kontaktadressen der Organisatoren:
PD Dr. Ines-Jacqueline Werkner, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Freie Universität Berlin, Ihnestr. 22, 14195 Berlin. eMail: werkner@zedat.fu-berlin.de
PD Dr. Antonius Liedhegener, Institut für Politikwissenschaft, Universität Jena, Ernst-Abbe-Platz 8, 07740 Jena. Tel.: 03641 / 9-45423, Fax: 003641 / 9-45422, eMail: antonius.liedhegener@uni-jena.de