CfP: Weltrisiken – Chancen einer Weiterentwicklung von Ordnungsstrukturen durch Recht, Wirtschaft und Politik

Call for Papers
Seit Ende der Nachkriegsordnung und insbesondere seit der Jahrtausendwende haben sich Weltrisiken und ihre Bearbeitungsmuster verändert. Globale Transformationsprozesse stellen etablierte zwischenstaatliche Ordnungsmuster in Frage und begründen neue Modi der Steuerung durch Recht, Wirtschaft und Politik in komplexen internationalen Akteurskonstellationen und institutionellen Kontexten.

Call for Papers
Seit Ende der Nachkriegsordnung und insbesondere seit der Jahrtausendwende haben sich Weltrisiken und ihre Bearbeitungsmuster verändert. Globale Transformationsprozesse stellen etablierte zwischenstaatliche Ordnungsmuster in Frage und begründen neue Modi der Steuerung durch Recht, Wirtschaft und Politik in komplexen internationalen Akteurskonstellationen und institutionellen Kontexten.
Bei der Analyse der Entwicklungen der Weltrisiken und Ordnungsstrukturen ergibt sich zunehmender Bedarf für interdisziplinäre Ansätze, um zum einen der Komplexität der Zusammenhänge gerecht zu werden und zum anderen die Vielfalt vorhandener Erkenntnisse und Lösungsansätze (in Theorie und Praxis) innerhalb der verschiedenen Disziplinen bestmöglich nutzen zu können.
Weltrisiken und Ordnungsstrukturen stehen im Mittelpunkt dieses interdisziplinären Symposiums. Im Austausch zwischen Wissenschaftlern aus drei Fachdisziplinen (Internationales Recht, Internationale Politik, Internationale Wirtschaft) sollen im ersten Teil exemplarisch die Themenbereiche Failed States, Verhinderung des Völkermordes und ausländische Direktinvestitionen diskutiert werden. Die inhaltliche Zielsetzung, den Austausch über Forschungsstand und Forschungsprobleme bezüglich der jeweiligen Projekte aus disziplinübergreifender Perspektive zu suchen, soll Leitidee der Nachwuchspanels sein. Dadurch wird Interdisziplinarität selbst zum Gegenstand des wissenschaftlichen Austausches.
In den Nachwuchspanels sollen Dissertationsprojekte oder aktuelle Arbeiten vorgestellt werden, die entweder Schnittstellenthemen bearbeiten und/oder sich explizit die Verbindung verschiedener disziplinärer Perspektiven zum Ziel gesetzt haben. Insbesondere werden Beiträge gesucht, die die internationalen wissenschaftlichen Diskurse reflektieren. Dieser Call richtet sich besonders an Nachwuchswissenschaftler und junge Praktiker, die an Universitäten oder Institutionen außerhalb Deutschlands tätig sind oder einschlägige Erfahrungen gesammelt haben. Präsentationen/Diskussionen können in Deutsch oder Englisch erfolgen.
Eine über den Bezug auf Weltrisiken und Ordnungsstrukturen hinausgehende thematische Fokussierung wird nicht vorgegeben. Vorstellbar sind u. a. Beiträge zu:
– verschiedenen Politikfeldern (Klimawandel, Energieversorgungssicherheit, Nahrungsmittelverteilung, Welthandel, Finanzen, Entwicklung, Umwelt, Sicherheit usw.);
– Verträgen und Abkommen (Kyoto, Streumunition, Kulturgüterschutz, Menschenrechte usw.);
– Institutionen und Organisationen (VN, EU, weitere Regionalorganisationen, WTO, IWF usw.);
– länder- und regionenspezifischen Konflikten (Afghanistan, Afrika, Asien, Irak, Iran usw.).
– Ferner könnte die Entwicklung einer Fachdisziplin (Völker-/Europarecht, Wirtschaftswissenschaften, Internationale Politik) ggf. unter Berücksichtigung der international verschiedenen Fachkulturen und unter Berücksichtigung interdisziplinärer Ansätze behandelt werden.
Hierfür können Abstracts von maximal 500 Wörtern bis zum 15. September 2008 eingereicht werden. Die Auswahl erfolgt bis zum 1. Oktober 2008. Die Vortragsmanuskripte sollten bis zum 20. November 2008 vorliegen. Abhängig vom Rücklauf auf den Call ist die Veröffentlichung der Beiträge (ca. 20-25 Seiten) in einem Konferenzband geplant.
Kontaktinformation: eMail: zissymposium@gmail.com
Ansprechpartner: Ass. iur. Jana Hertwig, LL.M. und Sylvia Maus, LL.M. (Juristische Fakultät Dresden / Lehrstuhl für Völkerrecht, Recht der EU und Internationale Beziehungen / Prof. Dr. Dr. Sabine von Schorlemer); Almut Meyer zu Schwabedissen, M.A. (Philosophische Fakultät Dresden / Institut für Politikwissenschaft / Lehrstuhl für Internationale Politik / Prof. Dr. Monika Medick-Krakau); Matthias Schuler, M.A. (Zentrum für Internationale Studien (ZIS))