Fachtagung weist auf hohen Bedarf für professionelle Konfliktberatung in Deutschland hin

Experten aus Wissenschaft und Praxis, Verbänden und Behörden trafen sich am 17. April 2007 auf Einladung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der Arbeitsgemeinschaft Ziviler Friedensdienst in Deutschland (ArGe ZFDiD), um sich über die Chancen neuer Methoden der Konflikttransformation für die Integrationsarbeit in Deutschland auszutauschen. Einig waren sich die rund 120 Teilnehmer der vom Forum Ziviler Friedensdienst e.V. organisierten Fachtagung, dass frühzeitige Interventionen erforderlich sind, um Konflikte in eine gewaltfreie und produktive Richtung zu lenken. Deutschland befinde sich gegenwärtig in einem ‚Window of Opportunity‘. Gilles Duhem vom Förderverein Morus 14 e.V. betonte, dass jetzt die Chance, aber auch die Notwendigkeit bestehe, um gewaltpräventive Maßnahmen nicht nur zu diskutieren, sondern auch auf die Schiene zu bringen. Dabei komme Methoden der professionellen Konfliktberatung eine besondere Rolle zu, wie u.a. Charles Rojzman, Entwickler der Thérapie sociale hervorhob. Die hohe Zahl an Teilnehmern mit kommunalen Hintergründen dokumentiert den immensen lokalen Beratungsbedarf in Integrationsfragen. In der Diskussion, die maßgeblich durch kenntnisreiche Eingaben aus dem Teilnehmerfeld bereichert wurde, zeigte sich eine große Offenheit und die Bereitschaft, neue Methoden der Konfliktbearbeitung wie den Zivilen Friedensdienst in Deutschland (ZFDiD) zu nutzen.