FriEnt blickt in den Berichten 2013-2014 auf die Zukunft der Friedensförderung in der Post-2015-Welt

Unter dem Titel „Entwicklung für Frieden. Berichte 2013-2014“ gibt die Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt) Einblicke in die vielfältige Arbeit der letzten beiden Jahre. Die Rückschau fällt dabei ambivalent aus, denn diese Jahre waren geprägt von zwei Entwicklungen, mit denen sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft intensiv auseinander gesetzt haben: Einerseits scheint die Welt zunehmend in Krieg und Gewalt zu versinken. Zugleich wird an einer neuen globalen Entwicklungs- und Nachhaltigkeitsagenda für die Zeit nach 2015 gebastelt. Spätestens bei dieser Zusammenschau wird deutlich, dass die neue globale Agenda die Brücke zwischen Frieden, Entwicklung und Nachhaltigkeit schlagen muss. 

Die Schwerpunktthemen „Entwicklung und Gewalt“, „Friedensförderung ‚beyond aid‘“ und „Quo vadis Friedensförderung?“ tragen den aktuellen Trends und Entwicklungen Rechnung und beleuchten aus unterschiedlichen Perspektiven die Schnittstellen zwischen Frieden, Entwicklung und Nachhaltigkeit.

Dabei werden drei Herausforderungen herausgestellt. So verlagert sich die Bekämpfung extremer Armut mehr und mehr in Regionen, die von gewaltsamen Konflikten betroffen sind. Dies macht eine engere Verknüpfung der Entwicklungszusammenarbeit mit Friedensförderung notwendig. Gleichzeitig werden westlich geprägte Vorstellungen von Friedensförderung durch globale Machtverschiebungen zunehmend in Frage gestellt. Gerade in aufstrebenden Ländern führt dies zunehmend zu Fragen nach der Integration von Friedensförderung in Politikbereiche außerhalb klassischer Entwicklungspolitik. Darüber hinaus sind in einer Welt ökonomischer, politischer, sozialer und ökologischer Vernetzungen auch Konfliktursachen nicht allein lokaler Natur. Ihre Bearbeitung braucht daher globale Ansätze. Wo liegt angesichts dieser Spannbreite der Herausforderungen die Zukunft der Friedensförderung? Wie kann Friedensförderung weiterhin konstruktive Beiträge leisten? Welche Formen von Partnerschaften sind sinnvoll? Diesen Fragen widmen sich die FriEnt-Berichte 2013-2014. 

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