From Reaction to Prevention

Nationale und internationale Nichtregierungsorganisationen (NGOs) der Friedensförderung sind Mitte Juli dem Aufruf von UN-Generalsekretär Kofi Annan aus dem Jahre 2001 gefolgt, eine internationale Konferenz zur Rolle von NGOs in der Gewaltprävention und Konflikttransformation durchzuführen. Neben Hunderten von Vertretern und Vertreterinnen von NGOs, Regierungen und regionalen und internationalen Organisationen nahmen auch das Kompetenzzentrum Friedensförderung (KOFF) und das Frühwarnsystem FAST von swisspeace an dieser Konferenz zu einer ‚Global Partnership for the Prevention of Armed Conflict‘ (GPPAC) teil, die bei den Vereinten Nationen in New York stattfand.
Die Konferenz war der Abschluss von fast vierjähriger internationaler Netzwerkarbeit und von Konsultationen von NGOs aus dem Norden und Süden zur Rolle von zivilgesellschaftlichen Akteuren in der Friedensförderung. Dieser regionale Diskussionsprozess wurde in der sogenannten ‚Global Action Agenda‘ zusammengefasst.
An der Konferenz in New York wurde in zahleichen regionalen und thematischen Arbeitsgruppen und Austauschforen die Implementierung dieser ‚Action Agenda‘ unter dem Leitmotiv ‚From Reaction to Prevention‘ debattiert. Im Vordergrund standen die positiven und negativen ‚Lessons learned‘ internationaler und lokaler Friedensförderung, die anhand von zahlreichen, konkreten Bespielen der letzten Jahre kritisch zusammengefasst und illustriert wurden. Auf besonders grosses Interesse stießen die Diskussionen zu Friedenserziehung, Vergangenheitsarbeit und zivilgesellschaftlichen Netzwerken für Gewaltprävention und Friedensförderung.
KOFF und FAST facilitierten mehrtägige Arbeitsgruppen zu ‚Guidelines, accountability, ethics‘ und ‚Early warning and mobilsing early response‘, deren Ergebnisse in den Konferenzbericht einfließen werden (Auszug aus dem KOFF-Newsletter 9\’2005).