Junge Flüchtlinge in Ferienfreizeiten mitnehmen!

Die Evangelische Jugend von Westfalen und die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen ruft auch in diesem Sommer alle Gruppen, Verbände, Initiativen, Gemeinden und sonstige Anbieter von Ferienfreizeiten auf, junge Flüchtlinge an ihren geplanten Ferienfreizeiten zu beteiligen. Seit 1993 bemüht sich die Evangelische Jugend von Westfalen darum, dass möglichst viele junge Flüchtlinge an Sommerfahrten und Ferienlagern teilnehmen können.


Die Evangelische Jugend von Westfalen und die Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen ruft auch in diesem Sommer alle Gruppen, Verbände, Initiativen, Gemeinden und sonstige Anbieter von Ferienfreizeiten auf, junge Flüchtlinge an ihren geplanten Ferienfreizeiten zu beteiligen. Seit 1993 bemüht sich die Evangelische Jugend von Westfalen darum, dass möglichst viele junge Flüchtlinge an Sommerfahrten und Ferienlagern teilnehmen können.

Eine Teilnahme junger Flüchtlinge kommt allen Beteiligten zugute, denn dies ist eine intensive Möglichkeit, sich besser kennen zu lernen. Sie entspricht auch dem Bemühen und dem Geist der parteiübergreifenden Integrationsoffensive des Landtags NRW und dem nun gerade abgeschlossenen Dialogprozess ‚Integration mit aufrechtem Gang‘. Die Beteiligung von jungen Flüchtlingen ist ein konkreter Schritt in diese Richtung. Vor allem Ehrenamtliche im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit setzen sich für die Teilnahme junger Flüchtlinge an Ferienfreizeiten ein. Unterstützt wurden der Aufruf und dieses Bemühen seit 10 Jahren von den NRW-Innenministern.

Schwierigkeiten könnte es nun allerdings bei der Teilnahme junger Flüchtlinge an Auslandsfahrten im Zusammenhang mit dem neuen Zuwanderungsgesetz geben. Das NRW-Innenministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass es (wie bisher) keinen Rechtsanspruch gibt. Ausländerbehörden können auf Antrag im Einzelfall darüber befinden, ob die jeweiligen Umstände die Erteilung einer auf die Dauer der Reise befristeten Aufenthaltserlaubnis zulassen, da es die früheren Aufenthaltstitel nicht mehr gibt. Dadurch wird zum Ende der Auslandsfahrt die Wiedereinreise nach Deutschland möglich. Die Evangelische Jugend von Westfalen und die Aktionsgemeinschaft bittet alle Ausländerbehörden in NRW, sich offensiv und im Sinne einer Integration für die Teilnahme junger Flüchtlinge an Auslandsfahrten einzusetzen und alles erdenklich Mögliche zu tun, damit alle Anträge, die kurzfristig vor den Sommerferien eingehen, positiv ‚pro junge Flüchtlinge‘ bearbeitet werden. Da die Verfahrensbenachrichtigung erst einige Wochen vor den NRW-Sommerferien eingegangen ist, sollte nach Auffassung der Aktionsgemeinschaft eine unbürokratische, wohlwollende Bearbeitung der Anträge durch die Ausländerbehörden erfolgen.
Weitere Informationen zu der Aktion sowie eine Auflistung von 12 Ratschlägen und Tipps zur Teilnahme junger Flüchtlinge an Ferienfreizeiten im In- und Ausland gibt es bei der Evangelischen Jugend von Westfalen (Telefon: 02304-755190) und der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW (Telefon: 0251/54027).