Kriegsfilmstudie

Aus dem Umschlagtext: ‚Peter Bürger: Kino der Angst – Terror, Krieg und Staatskunst aus Hollywood‘. Wer dem Krieg wehren will, der darf die Macht der Bilder nicht unterschätzen. Bei Vorstellungen des populären Kinos fungiert das Pentagon als Produktionspartner. Staatlich genehme und geförderte Kunst flankiert die technologische Hochrüstung der Supermacht. Sie sehen als Zuschauer Re-Inszenierungen und Fiktionen, in denen der mörderische Kriegsapparat als normales Instrument zur ‚Problemlösung‘ erscheint. Wissen Sie, dass Leinwand, Videothek und Fernsehkanäle Ihnen die neuesten Militärplanungen schmackhaft machen sollen?

Die vorliegende Darstellung erschließt erstmals im Gesamtüberblick das US-Kriegskino der letzten zwanzig Jahre. Peter Bürger untersucht Hintergründe, Inhalte und Funktionen der militaristischen ‚Unterhaltung‘ aus Hollywood. Er richtet den Blick auch über das Kriegsfilm-Genre hinaus. Massenkulturelle ‚Botschafter der Angst‘ verstärken paranoide und endzeitliche Gestimmtheiten. Sie produzieren Ohnmacht und eine Bereitschaft, irrationale Gewaltkonzepte zu dulden.

Krieg und War-Entertainment sind keine Naturereignisse. Internationales Recht und Zivilisationskonsens stehen der unterhaltsamen Kriegspropaganda entgegen. Doch wie kann sich die Gesellschaft gegen das geistige und kulturelle Diktat der Bellizisten zur Wehr setzen? Wer die Strategien kriegsfördernder Filme durchschauen möchte und Antworten auf diese Überlebensfrage sucht, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Friedensbewegte Leser, Globalisierungskritiker, Konfliktforscher, Filmwissenschaftler, Medienpädagogen, Jugendschutzgremien, Juristen und Kulturschaffende werden ermutigt, die Macht der Kriegsmythen zu durchkreuzen.