Ratsvorsitzender Wolfgang Huber übermittelt Glückwünsche der EKD

(es folgt der Text der Pressemitteilung vom 28.09.2008)

(es folgt der Text der Pressemitteilung vom 28.09.2008)
Mit einem Grußwort hat der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Wolfgang Huber, der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) am Sonntag zu ihrem 40-jährigen Bestehen gratuliert. Im Mittelpunkt der Jubiläumsfeier stand ein Festgottesdienst am Sonntag in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin-Kreuzberg. Die Predigt hielt Landessuperintendent i.R. Gerrit Noltensmeier, Mitglied des Rates der EKD. Beim Empfang im Anschluss an den Gottesdienst stellte der neue Friedensbeauftragte des Rates der EKD, Pastor Renke Brahms, das von der AGDF herausgegebene Buch ‚Gewaltfrei streiten für einen gerechten Frieden‘ vor.
Während des feierlichen Empfangs würdigte Bischof Huber in seinem Grußwort die Arbeit der AGDF. Die Gesellschaft und nicht zuletzt die Kirche brauche sie – als Partner auf dem langen Weg zum gerechten Frieden. Er unterstrich die Bedeutung der Unabhängigkeit der AGDF und der Partnerschaftlichen Beziehung zwischen der Evangelischen Kirche und der AGDF. Weiter hob er die Rolle der AGDF für die neue Struktur der Friedensarbeit im Raum der EKD hervor.
Mit der Gründung der AGDF wurde ein Sprachrohr zur Kommunikation in Kirche, Politik und Gesellschaft geschaffen für die Anliegen von Initiativen, die für einen Friedensdienst ohne Waffen eintreten. Von der AGDF gingen in den letzten 40 Jahren wichtige Impulse für die Entwicklung internationaler Freiwilligendienste aus, die den Europäischen Freiwilligendienst und das Förderprogramm ‚weltwärts‘ für den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst mit geprägt haben. Die AGDF zählt zu den Initiatoren des ‚Zivilen Friedensdienstes‘ mit dem das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Einsatz von Friedensfachkräften in Krisenregionen fördert.
Bei der Präsentation des o.g. Buches hob der neue Friedensbeauftragte des Rates der EKD, Renke Brahms, insbesondere die inhaltlichen Bezüge zur Friedensdenkschrift der EKD aus dem Jahr 2007 hervor. Das Buch entstand im Rahmen des von der EKD geförderten Projektes ‚Vorrang für Gewaltfreiheit‘. Es zeigt Möglichkeiten gewaltfreier Konflikttransformation im Ausland auf und soll Kirche und Politik ermutigen, diese Ansätze weiterzuentwickeln und verstärkt umzusetzen. Projekte wie dieses zählen heute neben Interessenvertretung, Lobbyarbeit, Vernetzung und Stärkung der Mitglieder sowie der Beobachtung, Analyse und Kommentierung friedenspolitischer Tendenzen zu den wesentlichen Aufgaben der AGDF.
Bereits am Vorabend lud die AGDF Freunde und Interessierte zu einem gemeinsamen Abend mit Musik, Rück- und Ausblicken in die Heilig-Kreuz-Kirche ein. Mitglieder der AGDF beteiligten sich mit Ausstellungen, Workshops und Filmen an der Gestaltung des Abends. In einem von dem ehemaligen Studienleiter der Evangelischen Akademie Loccum, Jörg Calließ, moderierten Gespräch diskutierten die ehemalige Vorstandsvorsitzende der AGDF, Hildegard Zumach, die frühere Leiterin der Europa-Abteilung im Kirchenamt der EKD, Antje Heider-Rottwilm, der ehemalige Minister- und Kirchentagspräsidenten, Reinhard Höppner, und der ehemalige Geschäftsführer von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste, Volkmar Deile, die gesellschaftliche und politische Bedeutung der AGDF in den letzten 40 Jahren und Aufgaben für die Zukunft.