Religion und Frieden

Die Herausgeber der Zeitschrift Friedens-Warte dazu ein, für den o.g. Schwerpunktteil des Heftes 1-2 des 82. Jahrgangs (2007) Beitragsvorschläge einzureichen. Dass religiöse Weltbilder und Organisationsformen in Konflikten eine große Rolle spielen, wird in der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion seit langem thematisiert. Dabei geht es meistens um den Zusammenhang zwischen Religion und Gewalt. Wie aber steht es mit dem Verhältnis von Religion und Frieden? Als politische Kraft hat Religion vor allem dort Aufmerksamkeit gefunden, wo sie als Ursache oder treibende Kraft von Konflikten gilt: In Nordirland und Bosnien, als islamischer Fundamentalismus oder der ‚Christianisierung‘ US-amerikanischer Politik.

Das Doppelheft der Friedens-Warte wird der Frage nachgehen, ob Religion auch Ursache oder Ressource von Frieden sein kann und untersucht, welche Rolle religiöse Konzepte und Institutionen in Konfliktverläufen und Friedensprozessen spielen. Welchen Einfluss hat Religion auf Konflikthäufigkeit und Konfliktaustragungsweise? Motiviert Religion zu friedlichem Handeln, gar zu Handeln für den Frieden? Haben Religionen einen historischen Beitrag zur Pazifizierung von Kriegsgeschehen geleistet? Kann ein Dialog der Religionen Impulse für die friedliche Überwindung von Differenzen sein, oder ist das nur ein frommer Wunsch in einer von globalen Kulturkämpfen geschüttelten Welt?

Bitte senden Sie Exposés (circa eine Seite) per E-Mail im Format Micosoft Word oder RTF an die E-Mailadresse: redaktion@friedens-warte.de.
Einsendeschluss für Exposés: 1. September 2006