Theater nach Gewaltkonflikten in Afrika

Theater in afrikanischen Post-Konfliktländern ist ein Schwerpunkt des Afrika Süd Heftes 4 2015. Dazu zählt Coltan Fieber, eine Co-Produktion von Schauspielern aus Köln und Kinshasa. Im Mittelpunkt steht die Geschichte eines Kindersoldaten, der im Stück mitwirkt. Die Ressourcenausbeutung in den Kivu-Provinzen ist auch Thema des theatralisch inszenierten Kongo-Tribunals, das in Bukavu und Berlin stattfand. Afrika Süd berichtet über die Hintergründe und Ziele dieses viel diskutierten symbolischen Tribunals.

Inwieweit Theater zur politischen Emanzipation in einer früheren Diktatur beitragen kann, ergründet die Kooperation zwischen Theatergruppen aus Konstanz und Blantyre in Malawi.

Dem diktatorischen Regime in Simbabwe, ein Post-Konfliktland im südlichen Afrika, entkam der mehrfach bedrohte Schriftsteller Chenjerai Hove. Sein Werk erinnert an den Unabhängigkeitskrieg und kritisiert die verfehlte Politik der Nachkriegsregierung. Nun verstarb er im Exil.

Weitere Themen sind: Menschenrechtsverbrechen im Nachkriegsland Angola, Pfingstkirchen und wirtschaftliche Entwicklung in Mosambiks Postkonfliktgesellschaft und die Aufarbeitung des Genozids an den Herero in Namibia. Hier lautet die Frage: Entschädigung oder Entwicklungshilfe durch die Bundesregierung. Der Rassismus ist in Namibia noch immer nicht überwunden, auch davon handelt Afrika Süd.

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