What the FuK?! Kritische Perspektiven in der/auf die Friedens- und Konfliktforschung

Auch in der Friedens- und Konfliktforschung (FuK) hat sich der herrschaftskritische Impetus der Gründungsphase in den Debatten der Folgejahrzehnte, etwa bezogen auf die Wertorientierung und den Anwendungsbezug, deutlich relativiert. Zudem bleibt das vielfach propagierte transdisziplinäre Selbstverständnis des „Forschungsfeldes FuK“ oftmals ein Lippenbekenntnis, zumal sich die FuK in personeller wie institutioneller Hinsicht schwer tut, aus dem Schatten der Internationalen Beziehungen (IB) herauszutreten. Demgegenüber lässt sich ein stetiges Interesse von Studierenden und Promovierenden an kritischen Perspektiven verzeichnen.

 

Im Rahmen der Dritten Konferenz junger WissenschaftlerInnen der Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung (AFK) (ehemals „Nachwuchstagung“) sollen ForscherInnen aller Generationen dazu ermutigt werden, Beiträge einzureichen, die irritierende Thesen beinhalten und unsere Aufmerksamkeit auf die soziale Dynamik der Entstehung und Behauptung wissenschaftlicher Konventionen lenken. Die Konferenz soll ihren TeilnehmerInnen in diesem Zusammenhang als ein Raum dienen, der dem Produktion-Konsumption-Zyklus des Wissenschaftssystems ein Stück weit entzogen bleibt und damit eine offenere Beschäftigung mit kritischen Perspektiven ermöglicht.

 

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