Zivile Konfliktbearbeitung – Themenschwerpunkt Heft 4/2005

Während in der öffentlichen Debatte über Krisenintervention und Konfliktmanagement vielfach die neuen Herausforderungen für das Militär im Zentrum stehen, möchte die IPG in diesem Schwerpunktheft das Augenmerk auf die genuin zivilen Methoden der Konfliktbearbeitung (zivile Akteure und zivile Mittel) lenken. Denn hier werden große Anstrengungen unternommen, um neue, wirksamere Methoden und Instrumente zu entwickeln und nichtintendierte Konsequenzen externer Intervention, die konfliktverschärfend wirken können, zu vermeiden. Konfliktvermeidung und Friedensförderung ist zudem ein immer wichtiger werdender Gegenstand der entwicklungspolitischen Diskussion.
In dem Schwerpunktheft sollen sowohl der aktuelle Stand der theoretischen Debatte aufgearbeitet als auch neue Ansätze und Erfahrungen aus diesem Handlungsfeld vorgestellt und diskutiert werden.
Geplante Beitragsthemen
1) Zivile Konfliktbearbeitung/ Friedensförderung als Handlungsfeld: Konzepte, Akteure, Kritik
2) Gender und zivile Konfliktbearbeitung
3) Was erreichen wir mit friedensfördernden Maßnahmen? Neue Methoden der Wirkungsmessung
4) Regionale Sicherheitsorganisationen: Zivile Konfliktbearbeitung als blinder Fleck?
5) Konfliktsensitive Entwicklungszusammenarbeit in islamischen Ländern: Erfahrungen mit ‚unerwünschten Konsequenzen‘.
Als Autorinnen und Autoren für dieses Schwerpunktheft sollen unter anderem angefragt werden: Martina Fischer, Renée Ernst, Wolfgang Kaiser und Natascha Zupan (Auszug aus der Ankündigung).